Unsere Forderungen an die Politik

Damit Wasserstoff als Grundlage für eine klimafreundliche Energieversorgung und Mobilität genutzt werden kann, müssen die bestehenden regulatorischen Rahmenbedingungen weiterentwickelt werden und gezielte Förderprogramme geschaffen werden.

Zu den wichtigsten gehören aus unserer Sicht:

  • Herstellungskosten senken

    Die Herstellung von Wasserstoff gestaltet sich derzeit noch sehr kostenintensiv, insbesondere wenn man den Marktpreis mit fossilen Brennstoffen (etwa Benzin, Diesel oder Erdgas) vergleicht. Um die Herstellungskosten zu senken, ist eine umfangreichere Produktion notwendig. Je mehr Wasserstoff produziert wird, desto günstiger wird er für den Verbraucher. Sektoren, die den Wasserstoff mangels Alternativen am dringendsten für die CO2-Neutralstellung benötigen (z.B. Schwertransport, Flug- und Schiffverkehr) sind äußerst preissensibel. Sie halten sich daher noch mit Investitionen in die Wasserstofftechnologie zurück. Das verringert die Nachfrage und führt dazu, dass keine strukturierte industrielle Herstellung von Wasserstoff erfolgt. Staatliche Förderprogramme, steuerliche Anreize, feste Abnahmemengen oder verbindliche Quoten können praktikable Lösungen sein, um die wettbewerbsfähige Herstellung von Wasserstoff zu erleichtern.

  • Tankinfrastruktur bereitstellen

    Insbesondere im Transportsektor ist das Potenzial für Wasserstoff besonders groß. Eine grünere Mobilität ist auch hier möglich. Die alltagstaugliche Umstellung des Schwerlastverkehrs auf die Wasserstofftechnologie setzt jedoch eine flächendeckende Tankinfrastruktur voraus. Der Aufbau einer solchen Tankinfrastruktur ist mit hohen Investitionssummen verbunden. Dementsprechend bedarf es einer gezielten finanziellen Förderung, damit zeitnah ein Tankstellennetz entstehend kann.

  • Energieimporte und heimische Produktion ins Gleichgewicht bringen

    Ein hochentwickeltes Industrieland wie Deutschland wird den enormen Bedarf an erneuerbaren Energien nicht im eigenen Land herstellen können. Es bedarf deshalb eines ganzheitlichen Ansatzes. Wir müssen eine Lösung dafür finden, wie wir Wasserstoff aus Ländern mit begünstigtem Zugang zu erneuerbaren Energien importieren können, ohne dass wir uns in eine strategische Abhängigkeit begeben. Es ist daher aus unserer Sicht notwendig, einen heimischen Wasserstoffmarkt aufzubauen und entsprechende globale Projekte zu fördern, z.B. den Einsatz von Elektrolyseuren in Afrika.